christin rohlehr

IFBB Bikini Fitness Athletin Christin Rohlehr

Heute präsentiere ich Euch Christin Rohlehr, die Erst platzierte und Gesamtsiegerin der int. Deutschen Meisterschaft 2015. Ich freue mich, dass Du Dir die Zeit genommen hast Christin!

Hallo Christin, vielen Dank das Du Dir die Zeit für unsere Fragen nimmst. Stell Dich bitte doch noch einmal selbst vor.

Christin:Hallo, sehr gern nehme ich mir die Zeit!
Ich bin Christin, 30 Jahre alt und komme aus der Nähe von Giessen.

Wann hast Du angefangen zu trainieren und was war dein Beweggrund?

christin rohlehrChristin Rohlehr: Angefangen habe ich 2009. Weniger durch eigenes Interesse, sondern weil eine Freundin mich mit ins Studio „gezerrt“ hat. Angefangen habe ich mit den üblichen Bauch –Beine –Po Kursen. Aber dann war mir schnell klar , dass das nichts für mich ist und ich habe zum Freihantelbereich gewechselt.

Wenn Du heute auf Deine Anfangszeit zurück schaust, was waren die größten Fehler die Du damals beim Training und deiner Ernährung gemacht hast?

Christin: Puuuhhh. ..das ist eine gute Frage! Ich habe Anfangs glaub ich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Glücklicherweise war ich von guten Bodybuildern umgeben , die sich mir annahmen und mir unter die Arme gegriffen haben. Von Ernährung hatte ich überhaupt keine Ahnung. Ich habe gegessen , worauf ich Lust hatte.

Wie sieht dein momentanes Trainingssystem aus? Und wie oft die Woche trainierst Du?

Christin: Aktuell habe ich einen 3 er Splitt.
Beine
Brust, Schulter und Trizeps
Rücken – Bizeps
Ich trainiere 5x die Woche

Wenn Du nur noch eine Übung dein Leben lang machen dürftest, welche wäre das?

Christin: Definitiv Klimmzüge!

Gibt es Übungen auf die Du gerne verzichten würdest?

Christin Rohlehr: Generell trainiere ich nicht gerne Brust. Demnach wäre es also Bankdrücken.

Gib es in puncto Training Sache die Du in der Off-Season anders machst als in der In-Season?
Christin Rohlehr: Ja, in der Offseason mache ich kein Cardio. In der Vorbereitung dann aber auch nur, wenn nix mehr runter will vom Gewicht.

Was ist für Dich persönlich der schwerste Teil beim Bodybuilding? Gibt es Punkte bei denen Du Dich ab und zu erwischt, dass Du sie anders machen solltest?

Christin: Für mich persönlich ist es der Kampf gegen sich selbst. Man lernt immer wieder Neues dazu. Jede Diät ist anders.
Manchmal fehlt einem die Motivation fitnessgerichte, aber wenn man dann erst mal im Studio ist, kommt diese dann von ganz allein.

Wie motivierst Du dich selbst, deinen Träumen und Zielen näher zu kommen?

Christin: Ich motiviere mich selbst , indem ich immer wieder zurück blicke auf die vergangenen Wettkämpfe und sehe , wie ich mich stetig verbessert habe. Zudem habe ich den besten Coach an meiner Seite, der zudem auch noch mein Lebensgefährte ist. Er motiviert mich immer sehr und versucht das Beste aus mir raus zu holen.

Wie schwer fällt es Dir, Bodybuilding in dein ’normales‘ Leben zu integrieren?
Christin: Überhaupt nicht schwer! So , wie ich jeden morgen zur Arbeit fahre, ist es für mich selbstverständlich jeden Abend ins Studio zu fahren.
Das gehört einfach zu meinem festen Tagesablauf.

Kommen wir zu Dir als Wettkampfathletin. Wann kam für Dich der Punkt, aus deinem Hobby noch mehr zu machen und den Schritt auf die Bühne zu wagen?

Christin: Ich hatte damals überhaupt keine Ahnung, dass es Bodybuilding auch für Frauen gibt. Ich wurde im Studio angesprochen, ob ich nicht mal Lust hätte an einer Meisterschaft teilzunehmen.christin rohlehr Bin da ziemlich blauäugig an die Sache ran gegangen. Das war 2011. Gerade als die Bikini – Fitness Klasse ihre Anfänge hatte.

Denke bitte kurz an deinen ersten Wettkampf zurück…würdest Du es genauso wieder machen?

Christin Rohlehr: Definitiv NEIN! Ich hatte keinen Coach und wie oben bereits schon erwähnt, bin ich ziemlich blauäugig an die Sache ran gegangen. Von Diät kann man da nicht sprechen.

Du hast dieses Jahr 10 Wettkämpfe gemacht, erst mal Respekt für diese Leistung! Gekrönt wurde das ganze dann mit dem ersten Platz auf der int. Deutschen Meisterschaft + Gesamtsieg! Herzlichen Glückwunsch. Was ging in dem Moment durch deinen Kopf?

Christin: Vielen lieben Dank für die Glückwünsche! Ich kann es immer noch nicht so wirklich glauben, was da passiert ist. In dem Moment ist einfach die ganze Last und Anspannung von mir abgefallen. Die Tränen liefen mir übers Gesicht und da wusste ich: jedes Magen knurren, jeder Zweifel in der Diät war es wert. Ich bin einfach so unendlich dankbar , dass ich diesen Moment erleben durfte!

Wie würdest Du generell die vergangene Saison beschreiben? Du bist sicherlich zufrieden mit deiner Leistung?

Christin Rohlehr: Die Saison war wirklich verrückt! Und ich war wirklich von vielen Zweifeln geplagt , ob ich es denn wirklich durchziehen soll. Aber Aufgeben kam nie für mich in Frage!
Ja ,ich bin wirklich mehr als zufrieden.

Wie würdest Du generell die vergangene Saison beschreiben? Bist Du zufrieden mit deiner Leistung?

Wie sehen deine Wettkampfpläne für die nächste Zeit aus? Wann werden wir Dich wieder auf der Bühne sehen?

Christin: Erst einmal genieße ich die Weihnachtszeit mit meinen Liebsten und lasse es mir gut gehen. 11 Monate Diät liegen hinter mir und ich merke , dass mein Körper eine Pause braucht.
Angepeilt ist die Herbstsaison 2016. Da würde ich gerne wieder international an den Start gehen.

Welcher Augenblick war der für Dich bisher schönste als Wettkampfathletin?

Christin: Der schönste Augenblick war bis zur DM 2015 , als ich auf der EM im ersten Callout war. Das war so ein wahnsinniges Gefühl! Aber als meine Starternummer auf der DM aufgerufen wurde , als es um den Gesamtsieg ging, hat wirklich alles getoppt.

Was rätst Du Anfängerinnen, die den Weg auf die Bühne gehen wollen?

Christin Rohlehr: Ich rate ihnen , dass sie nichts überstürzen sollen. Viele wollen schon nach 3 Monaten auf die Bühne und werden dann enttäuscht , weil sie sich nicht gut platzieren, oder präsentieren. So etwas braucht meiner Meinung nach Zeit. Man braucht einen guten Coach mit Erfahrung und dieser wird einem dann sagen , wann der richtige Zeitpunkt ist , um auf die Bühne zu gehen.

Beschreibe den Leuten, die noch nie eine Wettkampfdiät gemacht haben, wie das ganze abläuft! Es gibt sicher den ein oder anderen Moment wo man ans Aufgeben denkt, oder?

Christin: Der ganze Tag ist durchgeplant von morgens bis abends. Man muss das Essen abwiegen , Kalorien zählen und es muss einfach alles gut vorbereitet sein. Meist koche ich mir schon für mehrere Tage vor. Ins Restaurant essen gehen, ist da leider nicht drin. Man eckt schon an im Bekanntenkreis und stößt auf Unverständnis. Aber wenn man dafür brennt, sieht man über alles hinweg. Stetig das Ziel vor Augen, verdrängt den Gedanken ans Aufgeben!

Wie sieht es mit deiner Supplementierung aus? Gibt es da für Dich Dinge die Du unbedingt in deinem Plan hast?

Christin Rohlehr: Ich halte das ganz simpel. Ich nehme nur Whey Shakes zu mir und in der Vorbereitung Kreatin. Zum Ende der Vorbereitung kommt noch etwas Zink dazu. Das wars. Den Rest an Vitaminen hole ich mir aus der Nahrung, sprich Obst.

Siehst Du dich als Vorbild für deine Follower und welche Verantwortung trägt das mit sich?

Christin: Ich selbst , sehe mich nicht als Vorbild , bekomme aber immer wieder Nachrichten , dass ich das für viele Frauen bin. Das ehrt mich wirklich sehr und ich freue mich sehr darüber. Anderseits setzt mich das in gewisser Art und Weise auch etwas unter Druck.
Ich versuche daher meinen Lifestyle so positiv wie möglich zu präsentieren und zu zeigen, was alles möglich ist. Und ich freue mich wirklich sehr über jedes positive Feedback.

Zum Schluss kommen wir zu einem kleinen Brainstorming. Ich nenne Dir 5 Begriffe, Du mir das erste was Dir dazu einfällt.